BMW R 1200 HP2

Fulminater Auftritt der HP2 Enduro Piloten am Erzberg

Vom traumhaften Panorama und der himmlischen Ruhe der Steiermark lassen sich Eingeweihte nicht täuschen, denn einmal im Jahr ruft der Berg aus Eisen zum Offroad-Spektakel. Bereits zum 11. Mal zieht das legendäre Erzberg-Rodeo nun schon Tausende von Offroad-Fans in seinen Bann. Wo sonst stehen neben den Topfahrern aus der Weltspitze ambitionierte Amateure und Hobbyfahrer am Start wie hier beim Erzbergrodeo? Egal, ob Enduro-Weltmeister, Dakar-Bezwinger, Freestyle-Superstar oder alle anderen der ca. 1.500 Piloten: Jeder hat den selben Sand zwischen den Zähnen und das selbe Ziel vor Augen den Berg zu bezwingen. Und das möglichst schnell!

Schon am Donnerstag gab es eine spektakuläre Rennpremiere. Erstmals gingen die starken Zweizylinder in ihrer eigenen Königsklasse ins Rennen mit enormem Drehmoment, über 100 PS und satter Beschleunigung. Das BMW Motorrad Enduro Team Feil schickt seine Topfahrer Simo Kirssi (11), Jimmy Lewis (13) und den Vorjahressieger des Hare Scramble Chris Pfeiffer (15) mit der HP2 Enduro auf die 13,3 km lange Prologstrecke aus derbem Schotter und Geröll.

Und die Königsklasse machte ihrem Namen alle Ehre: mit wildem Gebrüll donnerten die Twins durch die Schotterkehren, beschleunigten mit gekonnt driftender Hinterhand auf die langen Geraden der Anstiege wo unglaubliche Topspeeds von über 180 km/h erreicht wurden immer ganz vorne dabei der Dakar-Bezwinger Jimmy Lewis. Auch der ausgewiesene Trial-Spezialist Pfeiffer pflügte mit beeindruckendem Speed Hang aufwärts, was ihm mit zwei hervorragenden Läufen Platz 2 auf dem Treppchen einbrachte nur 1,2 Sekunden hinter dem Gewinner Giovanni Sala.

Mit einer absoluten Sensation endeten die beiden Läufe des Iron Road Prologs am Freitag und Samstag. Bereits nach der Auswertung des 1. Laufes am Freitag wurde die souveräne Performance der drei HP2 Enduro Piloten deutlich. Die Weiß-blauen hatten sich hervorragend geschlagen. Stürmisch feierte man Simo Kirssi (9:05,65 min), der dem Zweitplatzierten Kurt Nicoll auf seiner Einzylinder atemberaubende 6 Sekunden abgenommen hatte. Chris Pfeiffer fährt souverän auf den 3. Platz, gefolgt von Werner Müller und Jimmy Lewis (9:29,38 min).

Am Samstag machte dann der junge Finne Kirssi seinen Triumph perfekt: In seinem zweiten Lauf hatte er seine Fabelzeit vom Vortag noch einmal um 2 Sekunden getoppt. Mit 9:02,67 min. setzte er eine Marke, an der sich alle anderen Fahrer die Zähne ausbissen. Lewis verbesserte seine Vortagsmarke gar um ganze 20 Sekunden Platz 3 hinter Erzberg-Legende Werner Müller. Mit Platz 5 vollendete Pfeiffer die grandiose Gesamtleistung der Weiß-blauen bei ihrem ersten offiziellen Auftritt am Erzberg. Manchmal ist ein Zylinder eben einfach nicht genug!

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Ihr BMW Motorrad Team